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WU Alumni Hubs über Mobilität und COVID-19

Was bedeutet „Mobilität“ in Zeiten von Coronapandemie? Wir haben unsere Hub Managerinnen und Manager gebeten, ihre Meinungen und Erfahrungen mit uns zu teilen.

 

Deutschland / Frankfurt

„Frankfurt ist Europas Drehkreuz der Luftfahrt und erfährt einen starken Einbruch während der Corona-Krise. Wir selbst haben unsere Projekte im Home-Office durchgeführt. Unsere Familien freut unsere Präsenz und unsere Kunden treffen wir in Videokonferenzen. Die Pandemie hat uns vorgeführt mit welcher Selbstverständlichkeit wir internationale Mobilität verstanden haben. Private und geschäftliche Reisen werden wir wieder mit mehr Bedacht antreten.“

 

Deutschland / Stuttgart

„Stuttgart wird als lebendiger Wirtschaftsstandort derzeit mehrfach herausgefordert: Die Neuausrichtung der Automobilindustrie, die Umsetzung strategischer Verkehrskonzepte mit Stuttgart 21, seine Funktion als Drehkreuz für die Eurowings-Flotte und die Folgen der Covid-19 Pandemie verlangen Politik und Wirtschaftstreibenden ein hohes Maß an Mobilität bei der Entscheidungsfindung und in der Umsetzung ab. Als AuslandsösterreicherIn ist man ja zwangsläufig in Sachen hoher ,Mobilität‘ bereits erprobt und dankbar, dass die Digitalisierung die Vernetzung im beruflichen und privaten Umfeld nun erleichtert bzw. überhaupt ermöglicht.“

 

Deutschland / Stuttgart

„Mobilität hat für mich persönlich in mehrerlei Hinsicht eine neue Bedeutung bekommen. Seit 2019 verzichten wir als Familie erstmals auf ein eigenes Auto. Seither gestalte ich auch meine berufliche Mobilität deutlich anders – mit e-Bike, Bahn und Carsharing. Es braucht etwas Planung und immer stellt sich die Frage: ,Welche(s) Verkehrsmittel wähle ich für den konkreten Anlass?‘ Mit den Beschränkungen des Jahres 2020 ist eine weitere Dimension dazugekommen. Plötzlich sind Online-Formate möglich, an denen Menschen aus ganz verschiedenen Regionen teilnehmen, jedoch beschränkt sich die eigene Mobilität dafür auf den Wechsel vom Wohn- ins Arbeitszimmer. Oder vom Schreibtisch in den Besprechungsraum.“

 

Österreich / Vorarlberg

„Mobilität in Vorarlberg ist sehr eng mit grenzüberschreitendem Reisen, mit Logistik über Grenzen hinweg und mit visionären Leuchtturmprojekten innovativer Unternehmen verbunden. Besonders spannend finde ich in diesem Zusammenhang Ideen für eine Seilbahn oder einen umweltschonend betriebenen, autonom fahrenden Zug zwischen Rheintal und Bregenzerwald. Visionäre Ideen also, die Zukunftstechnologien und Raumentwicklung zusammenbringen und neu denken. Gerade in Corona-Zeiten ist auch die ‚Mobilität in den Köpfen‘ nicht zu unterschätzen, d.h. die geistige Beweglichkeit, die benötigt wird, um kreative Lösungen auf die Covid-19 Herausforderungen zu finden.“

 

Österreich / Tirol

„Mobilität findet auf unterschiedlichen Ebenen statt. Die räumliche Mobilität ist ein Grundbedürfnis für Gesellschaft und Wirtschaft. Ebenso wichtig ist die geistige Mobilität. Sie zeichnet verantwortlich für technologischen Fortschritt, soziale Intelligenz und individuelle Anpassungsfähigkeit. Beide Ebenen haben aufgrund der Pandemie einen nachhaltigen Paradigmenwechsel erlebt. Die Einschränkungen führten dazu, dass geistige Mobilität immer mehr gefragt ist. Die Technologie des Videoconferencing erlebt Höhenflüge, nicht nur durch den Rückgang an Geschäftsreisen, sondern auch dank der verstärkten Nutzung durch bisher wenig IT-affine Menschen sowie Senioren. Der ,virtuellen Mobilität‘ gehört die Zukunft!“

 

Österreich / Oberösterreich

„Die coronabedingten Einschränkungen unserer Mobilität zwangen uns in unserem näheren Umfeld zu bleiben – im südlichen Oberösterreich ist dies aufgrund einer herrlichen Umgebung leicht zu erdulden. Es ist die Chance, Zufriedenheit mit dem was man hat zu erlernen. Ferne Destinationen zu besuchen ist vielleicht auch die – womöglich vergebliche – Suche nach Glück, das aber eigentlich in der inneren Einstellung zu finden ist.“

 

Österreich / Steiermark

„Meine Mobilität wurde stark eingeschränkt, weil es mir nicht möglich war, meinen Business Standort prompt auszubauen. Von den Umsatzeinbußen ganz zu schweigen. Indes hat sich meine geistige Mobilität, Flexibilität & Kreativität ins Unermessliche ausgedehnt. Ich entscheide ganz klar, wie ich diese Herausforderungen betrachten möchte: als Chance für noch nie dagewesenes Wachstum, selbst dann, wenn es sich „nur“ auf Persönlichkeitswachstum begrenzt.“

 

Deutschland / Berlin

Mobilität bedeutet immer schon eine Einheit: Dass Leben und Ideen gleichermaßen in Bewegung sind. Auch wenn uns äußere Umstände geografische Einengung aufzwingen, dann doch mitnichten eine intellektuelle. Reine Immobilität kann nicht existieren. Die Verhältnisse haben sich nur temporär verschoben. Mehr als zuvor spüre ich neuen Ideen nach, kartografiere und entwickle sie. Ob nun daheim oder auf den wundervollen urbanen Inseln meiner Stadt Berlin.“

 

USA / Chicago

„Reiseeinschränkungen für Auslandsösterreicher/innen, die eine fremde Staatsbürgerschaft aus beruflichen oder familiären Gründen angenommen haben und nach Österreich zurückkehren wollen, zeigen wie wichtig eine einheitliche Regelung bezüglich einer Doppelstaatsbürgerschaft wäre, denn Bundesländer behandeln die Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft bei Annahme einer fremden sehr unterschiedlich.“

 

Österreich / Kärntnen

„Unter der massiven Einschränkung der Mobilität in den vergangenen Monaten habe ich persönlich sehr gelitten. Vor allem, dass keine Kurzbesuche in Grado oder Piran mehr möglich waren, bedeutet für uns Kärntner einen deutlichen Einschnitt in der Lebensqualität. Eine der größten Errungenschaften der EU, der freie Personenverkehr, ist plötzlich eingeschränkt. Der Vorteil, dass die Digitalisierung im Jahr 2020 extrem beschleunigt wurde, kann den Nachteil der verlorenen Reisefreiheit nur bedingt kompensieren.“

 

USA / Washington, DC

"Ich lebe seit 20 Jahren in den USA, seit 11 Jahren in Washington D.C. Ich bin regelmäßig nach Europa geflogen, mehr als 10 Mal im Jahr, und habe dabei auch öfters einen Abstecher zu meiner Familie und Freunden gemacht. Vor allem konnte ich immer, wenn ich wollte, kurzfristig nach Wien fliegen, und so jede Art von potentiellem „Heimweh“ vermeiden. Nun plötzlich ging das nicht mehr so einfach. Wir haben es im Juli und Oktober 2020 trotzdem geschafft – das war für uns plötzlich ein Privileg. Es hat die Perspektive, wie wichtig Interaktion mit Familie und Freunden ist, komplett verändert."